Verbale Inkontinenz
4. August 2008
ich werd eigentlich immer als der Typ gesehen, der früher der Klassenkasperl war. Ich gebs ja zu… ich kann den Rand ned halten. Hat mir zwar hin und wieder sauber Ärger eingebracht, aber ich bereue es nicht. Manch einer würde es als verbale Inkontinez bezeichnen, aber ist es nicht besser mal seine Meinung zu sagen als den Rand zu halten und hernach dann zu meckern und zu behaupten “Ich habs ja vorher gewusst”!!!
Hey Mann.. wenn du es schon vorher gewusst hast, warum hast du dann nichts gesagt????????
Ich bin da etwas anderst, ich sage was ich mir denke und auch wenn das manchmal etwas direkt und verbal drastisch ausgedrückt ist, glaube ich damit das Richtige zu tun. Damit kommen zwar nicht alle Leute klar, aber das ist nicht mein Problem, sondern deren! Gut, daran wie ich manches ausdrücke sollte ich manchmal noch arbeiten, jedoch ist es manchmal einfach notwenig die Dinge direkt und ungeschönt zu sagen um keine Unklarheiten übrig zu lassen.
Der Dude
Angriff der Telekomiker
4. August 2008
Also dieses Wochenende war bei mir wirklich der Punkt erreicht an dem ich mich fragte ob es nicht besser wäre wieder auf Buschtrommeln umzusteigen und ab sofort einen möglichst weiten Bogen um die Telekom zu machen. Seit ich nach Denkendorf gezogen bin habe ich Ärger mit den Terrorkomikern von der Telekom. Erst hies es, der Anschluss wäre nicht möglich, dann plötzlich kam 4 Wochen später ein Brief in dem stand, das ich schon seit knapp 3 1/2 Wochen eigentlich den Anschluss nutzen könnte. Nur wie.. ohne Splitter und NTBA.. die kamen erst 4 Tage nachdem dieser Brief angekommen ist.. also hatte ich zu dem Zeitpunkt eigentlich schon seit 5 Wochen Telefon und Internet.. würden die Leute dort bei der Telekom alles so auf die Reihe bringen, wie es sich gehört. Aber das war ja nur der Anfang, es ging noch weiter.
Als der Splitter, die NTBA geliefert wurden, hatte ich endlich alle benötigten Teile für die Verbindung und ich habe mich natürlich gleich drüber her gemacht, alles anzuschliessen. Splitter in die Dose, NTBA und Splitter verbunden, die ISDN-Anlage an die Wand gedübelt und den Router rangehängt. Aber dabei ist mir dann aufgefallen, das ich zwar telefonieren könnte, jedoch auf Grund fehlender Zugangsdaten mein DSL nicht nutzen. Also, ich mal wieder stundenlang in der Telekom Warteschleife rumgehangen, bis ich jemand an der Strippe hatte… und wie üblich jemand der nur vorformulierte Antworten geben konnte und erst auf drängen meinerseits in der Lage war mir “vorübergehende” Zugangsdaten zu generieren, damit ich erstmal ins Internet kann.
Die Daten kamen dann auch an.. 4 Tage später und jetzt fängt der Ärger erst recht an. Seither sind knapp 2 Monate vergangen und es klappt immer noch nichts. Erst hatte ich einen Datendurchsatz, der ungefähr ein äquivalent zu einem 14.4er Modem gleich kam. Ich habe das natürlich reklamiert und ein Techniker trabte zwei Tage später an. Der arbeitete gekonnt und versiert… und siehe da.. die Verbindung war plötzlich weit schneller und laut meinem Router war die Leitung auch mit 16000 mbit geschalten. Aber der Ärger riss nicht ab.
Nach ein paar Tagen fiel mir auf, das die Verbindung regelmässig wieder extrem langsam wurde und das grundsätzlich ab 21 Uhr abends. Ich mal wieder ans Telefon, knapp ne Stunde in der Wartschleife rumgetrödelt und mich dann beschwert. Also das muss man sagen.. Telekom-Kunden müßen viel Zeit mitbringen, wenn sie die Hotline erreichen wollen. Nun aber zurück zum Thema DSL-Probleme… wie gesagt, ich habe mich wieder beschwert und es kam wieder ein Techniker der versuchte bei mir den Fehler zu finden, denn wenn Fehler sich bei mir findet… werde ich dafür zur Kasse gebeten. Auch so kann man zu Geld kommen, die Schuld erstmal beim Kunden suchen und den dann dafür berappen lassen. Nur hat sich der Fehler nicht bei mir gefunden und auch der Techniker musste zugeben, das nicht mein Router schuld dran ist, welcher ja nicht von der Telekom supported wird, man will ja seinen eigenen Mist an den mann bringen. Ich habe einen Netgear Router, der als ich noch in München wohnte, bei M-Net komischerweise nie Probleme verursacht hat und weder ich noch mein Bruder jemals die technische Hotline von M-Net behelligen mußten. Jedoch ist das eine der ersten Fragen die ich grundsätzlich erstmal beantworten soll, sobald ich nach mindestens 30 Minuten endlich durchgekommen bin. (Unter einer halben Stunde habe ich es noch nie geschafft bei der Telekom-Hotline einen Mitarbeiter zu erreichen!)
Nun aber weiter, der Stress ist ja noch nicht am Ende! Das war sozusagen erstmal das Vorspiel. Seither wurden immer wieder wie bei einem Flickwerk Fehler behoben die neue Probleme verursachten. Nachdem also der Techniker diesen Fehler behoben hatte lief die DSL-Verbindung zwar weniger stressig, aber immer noch nicht zu meiner Zufriedenheit und ich habe mich wieder bei der Telekom-Hotline gemeldet. Darauf meinte dann einer der Mitarbeiter das ich ja ständig anrufen würde, worauf er sich von mir sagen lassen musste, das ich solange anrufen werde, bis mein Anschluss für mich befriedigend funktioniert und habe wiederum einen Techniker angefordert. Dieser Techniker kam dann auf die Idee mal nicht das Problem in meiner Wohnung zu suchen, sondern ein Haus weiter… in der Verteilerzentrale der Telekom… da ja bei mir kein Fehler zu finden war und ich somit auch nicht der Schuldige war für die ständigen Probleme. Nachdem er dort seine Arbeit verrichtet hatte, teilte er mir mit das er im Verteiler einiges umgeschalten hat und nun hofft das mein Anschluss nun endlich, entsprechend dem Vertrag den ich mit der Telekom habe, funktioniert.
Aber auch dies hat den Fehler nicht behoben, sondern nur wieder einen anderen produziert, denn wieder traten die Verbindungsabbrüche auf und jetzt sogar weit vermehrter. Also.. wieder einen Techniker gerufen und gleich bestimmt, das der Fehler nicht bei mir liegt, sondern in der Verteilerzentrale. Der hat dann einen weiteren Fehler gefunden und mir mitgeteilt, das er nun mich auf eine andere Leitung geschalten hat, da die bisherige Leitung eine alte “Papierleitung” wäre und ich mich wieder melden soll, sollte der Fehler wieder auftreten. Was dieser auch tat, just am selbigen Tag noch! Aber diesmal fiel mir auf, das die Verbindung nicht einfach so abreisst und sich vom Router nicht wieder herstellen lässt, sondern auch noch wenn mich jemand anruft, telefoniere ich raus ist die Leitung zu 75% OK. Tja.. also wieder mal die Hotline angerufen und Zeit vertrödelt.
*Intermezzo mit der Rechnungsstelle* Zwischendrin kam dann eine Rechnung über einen unerwartet hohen Betrag, auf der mir die Telekom einen Speedport Router berechnete, den ich nicht bestellt hatte, ich habe ja meinen Netgear Router. Ich also bei der Rechnungsstelle angerufen, was sogar recht flott ging, jedoch konnte oder wollte mir die Frau von der Hotline da nicht helfen, sie verwies mich also auf die Hotline vom T-Versand (Welche noch dazu kostenpflichtig ist!!!), die jedoch feststellte das die Telekom keinen Speedport für mich beim T-Versand bestellt hat und mehrfach und bestimmt darauf hingewiesen hat keine Mitarbeiterin der Telekom zu sein! Spricht wohl für sich selbst, wenn die Leute vom T-Versand darauf bestehen das sie keine Telekom Mitarbeiter sind, oder???? Jedoch war sie sehr hilfsbereit und versprach mir das sie sich persönlich drum kümmern wird, das vom T-Versand an die Telekom eine Beschwerde geschickt werde, warum mir was in Rechnung gestellt wird, das die Telekom niemals beim T-Versand für mich bestellt hat. Aber dann musste sie mich wieder an die Hotline der Telekom verweisen und mir mitteilen, das die Bearbeitung für solche Beschwerden des T-Versands üblicherweise 4 bis 6 Wochen dauern würden. Gut, ich habe da dem ganzen vorgegriffen und mich selber wieder an die Telekom gewendet und siehe da, nachdem ich dem Mitarbeiter das was ich vom T-Versand erfahren habe mitgeteilt hatte, wars plötzlich kein Problem den Speedport Router von der Rechnung zu nehmen, was die erste Mitarbeiterin, nach ihrer eigenen Aussage, nicht konnte. Nun, der Speedport wurde von der Rechnung genommen, aber ich habe trotzdem die Lastschrift wieder zurück geholt, nachdem ja immer noch das DSL-Problem besteht. Mehr dazu später noch, was die Rechnungen angeht.
Der nächste Techniker (Komischerweise kommen jedesmal neue Techniker, ich habe noch keinen Techniker zweimal bei mir gesehen!) hat dann mich auf einen anderen Port geschalten und ich hatte plötzlich nur 1 mbit…. Hey, ich habe eine 16000er Leitung bestellt!!! Also wieder ans Telefon und das übliche Spiel mit der Warteschleife. Ich bin ja auch nicht blöd und dachte mir, das eventuell ja der Splitter eine Macke haben könnte, doch nachdem ich diesen, was ich auch dem technischen Service mitteilte und die mir auch zustimmten, ausgetauscht habe, war der Fehler nicht weg sondern genauso omnipräsent wie vorher. Jetzt habe ich zwar wieder meine 16000er Verbindung, doch auch wieder die bekannten Verbindungsabbrüche, entweder aus heiterem Himmel oder wenn ich angerufen werde, ich wurde ja am Tag drauf wieder auf einen anderen Port geschalten. Gestern habe ich jetzt, wie oben schon berichtet, die Lastschrift storniert. Eigentlich wollte ich ja erstmal bei der Rechnungsstelle eine Gutschrift erwirken, doch ging das nicht weil entweder in der Warteschleife hing bis ich rausgeworfen wurde, oder wenn ich einen Mitarbeiter erreicht habe, das Gespräch aus unerklärlichen Gründen plötzlich abgebrach. Also gestern habe ich schon wirklich das Gefühl gehabt meine Telefonnummer bei der Telekom-Hotline (welche diese ja nicht mal selber betreibt, sondern an einen Callcenterbetreiber outgesourced hat) alle roten Warnlampen aufleuchten lässt. Ich habs aber trotzdem geschafft wenigstens den technischen Service zu erreichen und wieder mal eine Störung zu melden.
Nun aber noch kurz eine erfreuliche Nachricht. Heute rief mich eine Mitarbeiterin der Telekom an und teilte mir mit, das man heute wieder einen Techniker mit dem Problem beschäftigen würde, welcher mich auch vor knapp 10 Minuten angerufen hat, und als ich sagte, das ich wirklich sauer bin und auch keine Lust habe die Grundgebühr zu bezahlen. Diese wirklich nette Mitarbeiterin (mit einem leichtem und richtig sexy klingenden fränkischen Dialekt) versuchte mich nun direkt zur Rechnungstelle durchzustellen und wollte dem Mitarbeiter dort vorsorglich von Mitarbeiter zu Mitarbeiter mein Problem vorne weg erklären, jedoch hatte sie genauso wenig Glück wie ich am vorhergehenden Sonntag, aber sie versprach mir sich darum noch zu kümmern. Keine zwei Stunden später nochmals ein Anruf der netten Dame aus Franken, in dem sie mir mitteilte das sie mit der Rechnungsstelle gesprochen hat und mir 50 Euro gutgeschrieben werden. Auch der Techniker hat sich bei mir gemeldet und mit weitere Lösungsvorschläge unterbreitet, die er nun in der Vermittlung umsetzen werde, damit ich endlich das bekomme, was mir die Telekom versprochen hat. Mal sehen wie lange das ganze sich noch hinzieht!
Der Dude
Ach.. Selbst Heise.de hat was zum Thema Telekom zu sagen und warum es der Telekom nass reingeht. —> http://www.heise.de/newsticker/Telekom-hat-Umsatzrueckgang-zu-befuerchten–/meldung/113722